Schnäppchen

Hier geht es zu den Schnäppchen, die immer wieder über Internetzeitungen wie Kijiji und andere angeboten werden. Bei vielen Käufern kommt es mittlerweile zum Tragen, dass die Wirtschaftsflaute ihnen immer weniger Geld zum Leben lässt. Leider muss es dann statt eines entzückenden Mischlings trotzdem ein Rassehund sein. Nur darf der leider nicht viel kosten.
Die Anschaffung des Muttertieres, die gesundheitliche Kontrolle und Pflege durch einen guten Tierarzt, die Fahrten und die Gebühren von und zum Deckrüden und die erstklassige Aufzucht des Jungtieres (incl. Entwurmungen und Impfungen) sind teuer. Und nur ein gewissenhafter Züchter kann sich auch um die Welpen kümmern und nicht nur für deren Gesundheit, sondern auch für die soziale Prägung sorgen, die die Grundlage dafür sind, dass man später einen Familienhund hat, an dem man viele Jahre Freude hat.
Leider sind viele Menschen der Meinung, dass so ein Hundchen für 100 oder 200 Euro zu kaufen sein müsste. Aber wie soll das gehen? Das ist ja bereits weniger als die reine Deckgebühr oder nur die Impfungen und Entwurmungen (einzeln). Und kleine Rassen haben fast immer sehr kleine Würfe, von nur 2-3 Welpen.
Viele Menschen haben sich das noch nicht bewußt gemacht und so werden die „Geiz ist geil“ Angebote im Internet studiert und ein „Schnäppchen“ gesucht.
Klar, wenn mir ein Mercedes Coupe für 1000 Euro in neu angeboten wird, dann lache ich, weil ich weiß, das kann nur ein Witz sein. Bei dem gleichen Preisverhältnis eines Rassewelpen lacht leider kaum jemand.

Und wo kommen diese Tiere her? Hier mal ein paar Beispiele und Artikel zum Thema:Hundehalter abgezockt:

Betrügerischer Internet – Hundehändler in Haft
24. Februar 2009
Hundehalter abgezockt: Betrügerischer Internet – Hundehändler in Haft

Potsdam (aho) – Am Nachmittag des 20.02.09 wurde in Potsdam-Babelsberg ein mutmaßlicher betrügerischer Hundehändler festgenommen und nach Verkündung des bereits bestehenden Haftbefehles durch die zuständige Amtsrichterin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Das teilte am Montag das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg mit.

Die Ermittlungen gegen den 25-jährigen Marcus R. führt die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Berlin-Brandenburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Potsdam. Erste Hinweise auf ihn wurden bei Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Diebstahl und der Hehlerei von Bunt- und Edelmetall erlangt.

Marcus R. steht im Verdacht, in mindestens 15 Fällen Hundewelpen über das Internet zum Verkauf angeboten und unter Vortäuschung falscher Tatsachen verkauft zu haben, so das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg. Gehandelt wurden vor allem Welpen der Rassen American Stafford, Labrador, Prager Rattler, Bulldoge, Shi Tsu, Stafford Terrier und Pitbull.

Gegenüber Kaufinteressenten gab er i.d.R. an, dass es sich um geimpfte Welpen aus deutscher Zucht handeln würde, und übergab beim Verkauf gefälschte holländische Impfdokumente. Tatsächlich stammten die Hundewelpen jedoch aus Polen und waren nicht geimpft, so dass sie regelmäßig an der Welpenkrankheit Parvovirose erkrankten, sofern sie nicht durch die Käufer ihrerseits kurzfristig Tierärzten vorgestellt wurden.

Viele Tiere starben, manche konnten gerettet werden. Allerdings fielen dabei hohe Tierarztkosten an, während bei ordnungsgemäßer Impfung die Krankheit nicht ausgebrochen wäre, so das LKA.

Die Welpen soll der Beschuldigte in Polen beschafft bzw. gekauft und anschließend illegal über die Grenze verbracht haben. Hier soll er sie unter falschen Personalien bzw. Verschleierung seiner Herkunft sowie mit verfälschten Impfausweisen und anderen Dokumenten angeboten und durch die scheinbare Legalität seines Handelns durchschnittliche Verkaufserlöse von 400 bis 600 Euro pro Tier- bei Einkaufspreisen von ca. 30 Euro erzielt haben.

Abnehmer der Tiere lassen sich in den Bundesländern Berlin, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen und sowie in der Schweiz feststellen.

Leider handelt es sich bei der vorliegenden Straftat um ein wiederkehrendes Phänomen, so das LKA. Nach wie vor boomt das Geschäft mit Hundewelpen aus Osteuropa, Daher warnt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Potsdam dringend vor dem Kauf von Hundewelpen bei unseriösen Anbietern, die aus angeblichen Hobbyzuchten stammen und im Internet oder über Kleinanzeigen angeboten werden.

Viele dieser Hundewelpen wurden unter tierschutzwidrigen Bedingungen in Massenzuchten aufgezogen, tagelang transportiert und zuletzt nicht mehr gefüttert. Dieser Stress sowie fehlende Gesundheitsfürsorge während der Aufzucht führen zum Ausbruch von gefährlichen Infektionskrankheiten. Die Welpen erkranken bzw. sterben unter diesen tierunwürdigen Bedingungen oft binnen kurzer Zeit beim neuen Besitzer an Staupe oder Parvovirose.

Auch durch das Potsdamer Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt wurden etliche Tierschutzanzeigen gegen den nun festgenommenen Hundehändler Marcus R. entgegengenommen, in denen sich über derartige Krankheits- und Todesfälle bei Hundewelpen beklagt wurde.

Darüber hinaus übertragen nicht entwurmte Welpen Parasiten wie Spul- und Hakenwürmer, die besonders Kinder und immundefiziente Personen schädigen können.

Leider bieten dubiose Hundehändler die Welpen oft in einem Alter von jünger als 8 Wochen an, da sie dann besonders niedlich aussehen bzw. bei den potentiellen Käufern Schutzinstinkte auslösen. Hundewelpen dürfen aber erst in einem Alter von über 8 Wochen vom Muttertier getrennt werden – dies ist klar in der Tierschutz-Hundeverordnung geregelt. Die in den ersten Lebenswochen stattfindende Sozialisierung der Welpen ist entscheidend für das gesamte Leben des Hundes.

Probleme in der Sozialisierungsphase verursachen beim Hund Verhaltensstörungen wie Überängstlichkeit, Unsicherheit gegenüber Alltagsgeschehen, Instabilität in ungewöhnlichen Situationen und Angst bedingtes Beißen. Bei dubiösen Hundezüchtern verbringen die Hundewelpen ihre ersten Lebenswochen oft in einer menschenfernen, kargen Umgebung. Hier fehlt es an Kontakten zu Menschen und Umweltreizen, die die Welpen fit für das Leben machen. Was während der Sozialisierung falsch läuft, kann später meist nicht mehr ausgeglichen werden.

Deshalb rät das Veterinäramt bei einem Hundekauf:

Kaufen Sie keinen Hund über das Internet, auf dem Wochenmarkt, „an der Haustür” oder „auf dem Parkplatz”. Der Begriff Hobbyzucht ist nicht aussagekräftig. Seriöse Züchter liefern keine billigen Hunde auf Bestellung am nächsten Tag. Kaufen Sie bitte auch niemals aus Mitleid! Damit wird der unseriöse Hundehandel nur angekurbelt.

Ein vertrauenswürdiger Züchter gewährt Ihnen Einblick in die Haltung, Pflege und Unterbringung der Tiere. Die Elterntiere sind gesund und Sie können zumindest das Muttertier kennen lernen. Hier haben die Welpen Anschluss an die Züchterfamilie und werden mit Menschen, Artgenossen und Umwelt sozialisiert. Besuchen Sie den Wurf deshalb schon währen der Aufzuchtsphase und informieren Sie sich kritisch und umfassend! Achten Sie auf einen guten Ernährungszustand, Allgemeinzustand, eine saubere und vertrauenswürdige Haltungsumgebung sowie eine einwandfreie Gesundheitsfürsorge.

Ein vermeintlich preiswerter Hundewelpe kann, wenn er krank ist, eine intensive tierärztliche Betreuung und damit hohe Kosten verursachen! Lassen Sie sich bei Bedarf unbedingt von einem Sachkundigem begleiten! Und seien Sie besonders kritisch beim Kauf solcher Rassen, die oft in der Werbung erscheinen.

Haben Sie Fragen, sprechen Sie die örtlichen Tierärzte, Tierschutzorganisationen und seriöse Zuchtverbände an!

Bitte beachten Sie auch, dass Hunderassen wie Pitbulls, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Tosa Inus als gefährliche Hunde gelten und in Deutschland einem absoluten Zuchtverbot unterliegen. Sie dürfen ohne Genehmigung der örtlichen Ordnungsbehörde nicht gehalten werden. Auch das Halten von Hunden anderer potentiell gefährlicher Rassen wie z.B. Dobermann und Rottweiler bedarf unter anderem im Bundesland Brandenburg einer besonderen Genehmigung der örtlichen Ordnungsbehörde. Auch kopierte Ruten sind bis auf wenige Ausnahmen nicht erlaubt.

(c) Copyright Dr. M. Stein, Am Kiebitzberg 10, 27404 Gyhum
WWW: http://www.animal-health-online.de


Ein paar Recherchen des WDR:
http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=15215


Schweizer Fernsehen, Sendung vom 28.10.2008

Chihuahuawelpe von SF1

Chihuahuawelpe von SF1

Hundehändler: Geschäft mit todkranken Tieren

Dubiose Hundehändler aus Osteuropa verkaufen im grossen Stil Hunde in die Schweiz. Übers Internet bieten sie Tiere ahnungslosen Kunden an. Oft werden die Hunde viel zu früh von ihrer Mutter getrennt, sie sind nicht geimpft oder krank. «Kassensturz» stellt einen Händler vor laufender Kamera.

Julika Fitzi hat eine eigene Tierarztpraxis in der Nähe von St. Gallen. Und sie stellt fest: Immer öfter muss sie schwer kranke Hunde untersuchen, die sich Käufer billig über das Internet, meist von Händlern aus dem Osten, besorgt haben. «Leider gehört das zu unserer traurigen Routine. Die Tiere sind schon sehr geschwächt. Wir kommen meistens zu spät», sagt die Tierärztin.

Zur Rede gestellt

Ein junger Chihuahua-Welpe starb nur fünf qualvolle Tage nach dem Kauf. Der Händler war Norbert Kuzma. Seit Jahren handeln er und seine Frau im grossen Stil per Internet mit Hunden. Julika Fitzi will Norbert Kuzma zur Rede stellen. Über einen Bekannten tritt sie verdeckt mit ihm in Kontakt. Kuzma reagiert promt. Er könne den Chihuahua gleich an die Schweizer Grenze liefern. Seine Schwiegereltern würden dort wohnen.

Mit zweieinhalb Stunden Verspätung kommt Norbert Kuzma an. Er bringt einen völlig apathischen Chihuahua-Welpen mit. Wir klären den Hundehändler auf, wer wir sind. Norbert Kuzma will uns den Welpen wegnehmen. Schliesslich willigt der Hundehändler ein, den Hund bei einer Tierärztin in Konstanz untersuchen zu lassen.

Auf dem Weg zum Tierarzt hat sich der Hundehändler Norbert Kuzma aus dem Staub gemacht. Die Tierärztin hatte an diesem Tag noch einen anderen Hund von Norbert Kuzma in ihrer Praxis. Jetzt untersucht sie Hela. Der Hund ist halb verdurstet. Mit einer Elektrolytinjektion unter die Haut behandelt die Aerztin den akuten Flüssigkeitsmagel.

Augenschein nehmen

«Kassensturz» besucht eine Schweizer Chihuahuazucht. Sigrid Stauss züchtet seit rund zehn Jahren Hunde nach strengen Richtlinien und kennt die Züchterszene. Für sie ist klar, vor dem Kauf muss ein Kunde verschiedene Hundezüchter besuchen: «Das ist zwingend. Wer einen Hund kauft, ohne Zucht und Welpe vorher je gesehen zu haben, handelt in jedem Fall unvernünftig – egal ob im Ausland oder in der Schweiz.»

Die kleine Hope ist neun Wochen alt. Sie wird von der Tierärztin untersucht. Der Welpe ist kerngesund. Bevor ein Hund verkauft wird, muss er mit einem Chip markiert sein. So kann er jederzeit eindeutig identifiziert werden. Die Tierärztin implantiert den Chip unter die Haut des Welpen und kontrolliert, ob die gespeicherten Daten korrekt gelesen werden können.

Die Daten aller Hunde in der Schweiz sind in der Tierdatenbank Animal Identity Service (Anis) gespeichert, sortiert nach Rasse, Geschlecht, Alter und Herkunft. Exklusiv für «Kassensturz» wertete Anis die Datenbank nach der Importquote von Junghunden aus. Das bedenkliche Resultat: Jährlich werden über 7000 Hunde in die Schweiz importiert. Mit einer solch hohen Zahl hat Anis-Geschäftsführerin Denise Delley nicht gerechnet: «Es wird empfohlen, Welpe, Mutter und Zuchstätte zu besichtigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei den 7000 Welpen gemacht worden ist.»

Kriminelle Organisationen

Bei Modehunden wie Chihuahuas, französischen Bulldoggen oder Möpsen ist die Situation am gravierendsten. Von diesen Rassen werden bis zu zwei Drittel der Welpen aus dem Ausland importiert. Das Bundesamt für Veterinärwesen ist über die Entwicklung beunruhigt. Allein mit Kontrollen können man dem Hundehandel nicht Meister werden. «Leute, die einen Hund über das Internet oder aufgrund einer Anzeige kaufen, riskieren, dass sie einen krankes Tier erhalten. Und dass sie zum Teil auch kriminelle Organisationen unterstützen», stellt Marcel Falk vom Bundesamt für Veterinärwesen klar.

Trotz der Soforthilfe bei der Tierärztin in Konstanz bleibt der Zustand des Welpen Hela kritisch. Julika Fitzi: «Ich nehme den Hund mit in die Praxis. Er bekommt spezielle Nahrung, Flüssigkeit und Wärme. Ob er’s schafft, weiss ich nicht.»

Es war zu spät. Hela schaffte es nicht. Ein Tag nach der Übergabe in Deutschland ist sie tot. Das pathologische Institut des Tierspitals Zürich untersucht die Todesursache. Ergebnis: Hela war bereits bei der Übergabe todkrank. Sie hatte Durchfall, eine Brustfell- und eine eitrige Lungenentzündung. Gestorben ist der Hund schliesslich an den Folgen einer Blutvergiftung.

Kassensturz, 28.10.2008


56 Welpen in Plastikkisten, keine Heimtierausweise: Schmuggler aus der Slowakei gestoppt

Eisenstadt / Rechnitz (aho) – Die österreichische Polizei (PI Rechnitz) hat heute nach Angaben der „Sicherheitsdirektion Burgenland“ auf dem Parkplatz der Raststation Loipersdorf – A2 Südautobahn bei der Kontrolle eines Pkw mit slowakischem Kennzeichen im Kofferraum und im Fond insgesamt 56 Hundewelpen entdeckt. Die Tiere waren in Plastikkisten zusammengepfercht. Der Fahrer, ein 54-jähriger Slowake, gab an, die Tiere im Auftrag einer slowakischen Zoohandlung nach Spanien zu transportieren. Da weder EU-Heimtierausweise noch Transportgenehmigungen vorgewiesen werden konnten und die Unterbringung der Tiere nicht artgerecht war, wurde die Weiterfahrt untersagt und die Tiere über Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Oberwart vorläufig beschlagnahmt sowie in ein Tierheim im Bezirk Oberwart überstellt. Im Laufe des heutigen Tages werden die Tiere vom zuständigen Amtstierarzt in Augenschein genommen, der über den weiteren Verbleib entscheiden wird.

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Bildzeitung vom 14.02.2009

Bei Verkehrskontrolle
Polizei befreit 13 Welpen aus Kofferraum

Auf dem Boden wuseln 13 kleine Hunde-Welpen. Sie wimmern, sie jaulen. Die Polizei hat die Tiere aus einem Auto befreit!

Welpen aus Welpenschmuggel, Foto Copyright Bildzeitung

Welpen aus Welpenschmuggel, Foto Copyright Bildzeitung

Ein Schwede (47) hatte die vier Möpse und neun Chihuahuas aus Ungarn geholt und wollte sie in Schweden verkaufen. Auf dem Parkplatz Neustädter Bucht an der A 1 wurde sein Mercedes Kombi gestoppt. Im Kofferraum standen drei Pappkartons mit den Welpen.

Die Polizei brachte die Hunde in ein Tierheim.

Gegen den Schweden wird jetzt wegen Verstoßes gegen Tierschutzvorschriften ermittelt.


4.03.2009
Welpenschmuggel: Elf von 14 Welpen verendet

Sankt Margarethen (aho) – Von den 14 Hundewelpen, die vor zwei Wochen ins Tierschutzhaus Burgenland in Sankt Margarethen (Österreich) in Quarantäne gegeben wurden, sind bisher elf an Parvovirose verendet. Die Welpen waren teilweise nicht älter als vier bis fünf Wochen. Da die Welpen von ihren Müttern getrennt wurden, fehlten ihren die Abwehrstoffe aus der Muttermilch. Zudem waren sie durch den Transport gestresst.

Die Welpen stammen aus einem illegalen Welpentransport mit 56 Tiere, der auf der Südautobahn bei Loipersdorf gestoppt wurde.

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Redaktion Kleintiere & Pferde


Welpenzucht in ungarischer Tötungsstation
Hunde als Abfall
Ihr Leben ist nichts wert. Sie sitzen in kleinen Käfigen unter deren Boden ihr eigener Kot und Urin abfließt. Sie haben keine Hoffnung und sehen ihrer eigenen Tötung entgegen. Das ist oftmals das Schicksal der „besten Freunde des Menschen“ im benachbarten Ungarn, einige Kilometer von Österreichs Grenze entfernt.

Wenige Minuten Fahrzeit liegen zwischen Leuchtreklamen und Einkaufstempeln des neoliberalen Ungarn, in dem sich der Kapitalismus seine Wege bahnt und reiche in- und ausländische Kundschaft anziehen soll, neu angelegten Siedlungen einer Oberschicht einerseits, und kleinen Anlagen, die teils aus schlecht gemauerten Häusern, teils nur aus Baracken und rostigen Gittern bestehen, allesamt irgendwo am Rande der Städte, Mitten im Grünland, neben Müllhalden oder an stark befahrenen Landstraßen, versteckt hinter Hecken und Bäumen – jedenfalls immer so, dass der Mensch, der verantwortlich für die Errichtung dieser Lager, oder zumindest deren stiller Dulder ist, nicht gestört werden kann vom Klagen das aus dem Inneren der „Tötungsstationen“ dringt.

Nähert man sich einer dieser zahlreichen Stationen, in denen ehemalige Streunerhunde und verstoßene Familienhunde dahinvegetieren, setzt sogleich heftiges Bellen ein, zumindest von jenen Tieren, die gesundheitlich dazu in der Lage sind. Hunde in jeder Größe, unabhängig davon, ob krank oder gesund, jung oder alt werden hier „gehalten“, in kleinen Zwingern auf dem im Winter eisigkalten Betonboden, die Hälfte der Zelle voll von Hundekot, in der Ecke ein lieblos hingeworfener Brocken Hundefutter, der genau wie der Kübel mit Wasser gefroren und hart wie Stein ist. Tagein tagaus an derselben Stelle sitzen diese armen Seelen, nachts wohl dem Erfrieren nahe, oft über lange Zeit nicht einmal ihre Grundbedürfnisse zu decken imstande, versuchen sie vom Eisblock ein wenig Wasser abzulecken und dort, wo das Gitter in den Boden gerammt ist, kratzen sie sich die Pfoten blutig bei dem Versuch, ihrem Gefängnis zu entrinnen.

Die Hunde werden rasch leiser, das Bellen geht in herzzerreißendes Winseln über, sobald man in ihrer unmittelbarer Nähe am Stacheldraht-Zaun steht und versucht, die Situation von außen möglichst objektiv zu dokumentieren und ohne jede Chance auf echte Hilfeleistung zu fotografieren. Je nach Konstitution werden die unterschiedlichsten Beruhigungssignale gezeigt, das gesamte natürliche Repertoire der Hunde – ein Versuch mit der Situation fertig zu werden und ihren Stress abzubauen – muss hier aber kläglich scheitern. Wo nicht einmal genug Wasser vorhanden ist, ist man weit davon entfernt, Rücksicht auf die psychische Situation der Tiere zu nehmen.

Rassehunde aus dem Tötungslager

Nicht genug, dass Hunde in Ungarn in vielen „Tötungs-Stationen“ als Ausschuss gelten und dementsprechend behandelt werden, nicht genug, dass sie unter extremsten Bedingungen gehalten werden, physisch und psychisch leiden, getötet und im Abfallkontainer entsorgt werden. Es konnte nun aufgedeckt werden, dass in zumindest einer dieser Anlagen nicht nur Hunde auf Ihr Ende warten, sondern auch tatsächlich aktiv gezüchtet wird! Inmitten der eingefangenen Streuner sieht man plötzlich Zwinger mit Hundemüttern zwischen ihren Welpen, jung und ebenfalls bereits Tag und Nacht eingesperrt, frierend und durstig. Dackel, Spaniel, Pitbull und viele weitere „Rassehunde“ werden hier herangezogen, wohl um sie einer Kundschaft, die nach jungen Tieren Ausschau hält, vielleicht auch in Österreich, zu verkaufen, während deren Zellengenossen dem sicheren Tod entgegensehen. Statt alles zu unternehmen, dieses Elend zu beenden, wird hier toleriert (oder sogar gefördert?), dass es sich noch vergrößert, dass der Teufelskreis erneut beginnt, weil man aus dem Leid auch noch Geld schlagen will.

Weiter hier:http://www.vgt.at/presse/news/2009/news20090107.php


http://www.animal-health-online.de vom 23.01.09
Verwahrlost, verkotet, unwürdig: 30 Südeuropa – Hunde bei Händlerin beschlagnahmt

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Karlsruhe (aho) – Das städtische Veterinäramt und die Polizei haben vergangene Woche rund 30 Hunde beschlagnahmt. Die Vierbeiner, darunter zahlreiche Welpen, wurden von der Halterin in einem Karlsruher Wohnhaus mit menschen- und tierunwürdigen Zuständen gehalten. Das Haus sowie die angrenzenden Zwinger waren stark verwahrlost und verkotet. Die Hunde, die zum Großteil aus Südeuropa stammen, wurden in verschiedenen Tierheimen untergebracht. Gegen die Hundehalterin laufen nun Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Tierschutz-, Tierseuchen- und Arzneimittelgesetz. Die Behörden hatten die Frau bereits seit längerer Zeit im Blick, da sie im Verdacht stand, widerrechtlich mit Hunden zu handeln.

Das Veterinäramt warnt in diesem Zusammenhang vor Hundeimporten aus Süd- und Osteuropa. Oftmals werden kranke Tiere unter dem Deckmantel des Tierschutzes aus Profitgründen nach Deutschland eingeführt und dabei die gesetzlichen Vorschriften zu Tierschutz und Tierseuchen missachtet.


Wem diese Meldungen, die nur aus einem Zeitraum weniger Wochen stammen nicht reichen, dem kann ich noch ein paar Fotos zeigen. Sie stammen vom Tierschutzverein Far from Fear e.V. und zeigen Aufnahmen, die bei einem Massenzüchter in Spanien gemacht worden sind. Drei dieser armen Tiere habe ich selber in Pflege gehabt!

Yorkies_in_spanien

Yorkies_in_spanien

Chihuahua aus Massenzucht

Chihuahua aus Massenzucht

Hunde aus Massenzucht

Hunde aus Massenzucht

ALSO, NICHT WEGSEHE! INFORMIEREN VOR DEM KAUF!

http://www.hinsehen-statt-wegschauen.de/


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